August 26, 2015

Gemeinsam erhöhen Honeywell und japanischer Hersteller Liefermenge des neuen, umweltfreundlichen Fahrzeug-Kältemittels

Asahi Glass produziert zukünftig HFO-1234yf für Honeywell, um gestiegene Nachfrage zu bedienen

MORRIS TOWNSHIP, N.J., 23. Januar 2014 – Honeywell (NYSE: HON) hat einen Liefervertrag mit Asahi Glass Company Ltd. (AGC) abgeschlossen, um die Produktion von HFO-1234yf zu steigern. Hierbei handelt es sich um ein neues Fahrzeug-Kältemittel mit einem Erderwärmungspotenzial (GWP) von unter eins. Dieses GWP liegt um 99,9 Prozent unter dem GWP des aktuell eingesetzten Kältemittels HFC-134a und sogar unter dem von Kohlendioxid.

Das von AGC in Japan produzierte HFO-1234yf ist von Honeywell für den Verkauf an Kunden in den USA, Europa und Asien bestimmt. Vereinbarungsgemäß soll AGC die Produktion Mitte 2015 aufnehmen.

„Das Lieferabkommen mit AGC wird uns dabei unterstützen, die akute Nachfrage nach HFO-1234yf zu bedienen. Diese steigt stetig aufgrund der Bemühungen, Treibhausgasemissionen zu senken und geltende gesetzliche Auflagen zu erfüllen”, erklärt Ken Gayer, Vice President und Geschäftsführer von Honeywell Fluorine Products. „Wir stimmen uns auch weiterhin eng mit unseren Kunden hinsichtlich ihres langfristigen Bedarfs ab. Dafür werden wir eine neue Großfertigungsanlage in Geismar, Louisiana, bauen. Mit Produktionsstandorten sowohl in den USA als auch in Asien machen wir die Lieferkette für unsere Kunden in der Automobilindustrie noch zuverlässiger und sicherer.”

Im vergangenen Monat hatte Honeywell angekündigt, dass das Unternehmen und seine Zulieferer 300 Millionen US$ in die Ausweitung der Produktionskapazitäten für HFO-1234yf investieren, unter anderem in die Errichtung einer neuen Fertigungsanlage an dem bereits bestehenden Standort des Unternehmens in Geismar, Louisiana. Die Anlage wird neue Prozesstechnologien nutzen und soll 2016 voll betriebsfähig sein. Die endgültige Größe der Anlage hängt von den Liefervereinbarungen ab, die Honeywell mit großen Kunden abschließt.

Die Autohersteller setzen HFO-1234yf unter anderem ein, um die Auflagen der richtungsweisenden europäischen MAC-Richtlinie einzuhalten, mit der die EU die Treibhausgasemissionen aus Klimaanlagen in PKWs und leichten Nutzfahrzeugen senken will. Nach der MAC-Richtlinie müssen alle Kältemittel in neu typgenehmigten Fahrzeugen, die ab dem 1. Januar 2013 in Europa verkauft werden, ein GWP von unter 150 haben.

Das GWP ist eine relative Kennziffer, die angibt, wie viel Wärme ein Treibhausgas in der Atmosphäre bindet. Dabei dient Kohlendioxid mit einem GWP von eins als Vergleichsmaßstab. HFO-1234yf hat ein GWP von unter eins und ist damit noch umweltverträglicher als Kohlendioxid (einen Vergleich hierzu bietet die untenstehende Tabelle „Treibhauseffekt im Vergleich”).

Nach 2017 müssen alle in Europa verkauften Neufahrzeuge den neuen GWP-Richtwert von unter 150 einhalten. Mit einem GWP von unter eins erfüllt HFO-1234yf diese Anforderung nicht nur, sondern liegt mehr als 99 Prozent unter dieser neuen, strengeren Vorgabe.

Auch in den USA verwenden Fahrzeughersteller HFO-1234yf, um die US-Flottenverbrauchsregelung CAFE (Corporate Average Fuel Economy) sowie andere Standards für die Klimaverträglichkeit von Fahrzeugen zu erfüllen, mit denen Kraftfahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge im Durchschnitt sparsamer fahren und weniger Treibhausgase ausstoßen sollen. Fahrzeughersteller, die HFO-1234yf einsetzen, erhalten Pluspunkte von der US-Umweltbehörde EPA, weil HFO-1234yf sehr geringe Umwelteffekte aufweist (GWP von unter eins gegenüber einem GWP von 1.300 beim derzeitigen Kältemittel HFC-134a).

Schon heute sind fast eine halbe Million Fahrzeuge mit HFO-1234yf sicher auf unseren Straßen unterwegs. Man geht davon aus, dass sich diese Zahl bis Ende 2014 auf über zwei Millionen Autos erhöht. Unabhängige Studien zeigen, dass ein flächendeckender Einsatz von HFO-1234yf zum gegenwärtigen Zeitpunkt unter Treibhausgasaspekten einer Stilllegung von 30 Millionen Autos bzw. etwa drei Prozent aller Fahrzeuge weltweit gleichkäme.

HFO-1234yf eignet sich erwiesenermaßen in allen Regionen der Welt als effektives Kältemittel für Fahrzeuge, und Honeywell arbeitet weiter am Aufbau einer globalen Infrastruktur, um seine Kunden weltweit zu bedienen.

Weitere Informationen über HFO-1234y finden Sie unter www.1234facts.com.

Kältemittel Verweildauer in der Atmosphäre Klimawirksamkeit (GWP) Kraftstoffeffizienz (gegenüber HFC-134a)
HFO-1234yf 10,5 Tage Weniger als 1 Gleich
HFC-134a 13,4 Jahre 1.300 Gleich
CO2 5 bis 200 Jahre 1 Schlechter (die Einführung von CO2 als Kältemittel würde allein in Europa zu einer Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs um drei Milliarden Liter führen; die Kosten für europäische Autofahrer würden vier Milliarden Euro betragen)

 

Honeywell Performance Materials and Technologies ist bei der Entwicklung und Herstellung von hochleistungsfähigen Materialien und Prozesstechnologien weltweit führend. Menschen in unterschiedlichsten Branchen nutzen diese Materialien und Technologien für verschiedenste Zwecke, von der Ölraffinierung über umweltfreundlichere Kältemittel bis hin zu kugelsicheren Schutzwesten. Unsere hochleistungsfähigen Materialien sind aus der Herstellung so unterschiedlicher Produkte wie etwa Nylon, Computerchips oder Medikamentenverpackungen nicht mehr wegzudenken. Die meisten Raffinerien der Welt verwenden die von unserer UOP-Sparte entwickelten Prozesstechnologien, um Benzin, Diesel, Flugzeugkraftstoffe und petrochemische Produkte effizient herzustellen. UOP setzte heute mit Technologien, anhand derer aus erneuerbaren Energien echte Kraftstoffe produziert werden können, neue Branchenstandards.

Honeywell (www.honeywell.com) ist ein diversifizierter Fortune 100-Konzern und beliefert seine Kunden weltweit mit Produkten und Dienstleistungen für die Luftfahrt, Steuerungstechnologien für öffentliche, gewerbliche und private Gebäude, Turboladern sowie Performance Materialien. Das in Morris Township, N.J., ansässige Unternehmen ist an der New Yorker, Londoner und Chicagoer Börse gelistet. Weitere Informationen über Honeywell finden Sie aufwww.honeywellnow.com.

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