August 26, 2015

Honeywell investiert substantiell in zusätzliche Produktion von HFO-1234yf in den USA

Ein neues Werk in Geismar, Louisiana, schafft weitere Lieferkapazitäten für die steigende globale Nachfrage – umweltfreundlicheres Kältemittel mit einem Erderwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) von unter eins bietet eine 99,9% Verbesserung gegenüber dem aktuellen Kältemittel.

MORRIS TOWNSHIP, N.J., 10. Dezember 2013 – Honeywell (NYSE: HON) und wichtige Zulieferer investieren 300 Millionen US$, um die Produktionskapazität für HFO-1234yf zu erhöhen. Das neue Kältemittel für Fahrzeuge hat ein Erderwärmungspotenzial (GWP) von unter eins und liegt damit 99,9 Prozent unter dem GWP des aktuell eingesetzten Kältemittels HFC-134a. Das GWP von HFO-1234yf liegt sogar unterhalb des GWP von Kohlendioxid.

Im Rahmen dieses Investitionsprogrammes baut Honeywell ein Werk am bestehenden Standort des Unternehmens in Geismar, Louisiana, das unter Einsatz neuer Prozesstechnologien ab 2016 die Massenfertigung aufnehmen soll. Die endgültige Größe der Anlage hängt von Liefervereinbarungen ab, die Honeywell mit Großkunden abschließt.

„Die Nachfrage nach HFO-1234yf steigt global, um Treibhausgasemissionen zu senken sowie um die EU-Richtlinie zu mobilen Klimaanlagen (MAC-Richtlinie) bzw. die US-Flottenverbrauchsregelung CAFE (Corporate Average Fuel Economy) umzusetzen“, sagt Andreas Kramvis, President und Chief Executive Officer von Honeywell Performance Materials and Technologies. „Aus jahrelangen Analysen der Automobilindustrie, der Politik und Umweltverbänden geht klar hervor, dass HFO-1234yf eine sichere, effektive und zuverlässige Lösung im Kampf gegen die Klimaerwärmung und für Kraftstoffeffizienz ist. Mit seinen Investitionen stellt Honeywell sicher, dass die wachsende Nachfrage adäquat bedient werden kann.“

„Ein Großteil der europäischen Nachfrage nach dem aktuellen Fahrzeug-Kältemittel HFC-134a wird derzeit aus den USA gedeckt. Mit unserem neuen Werk in Louisiana streben wir dies auch für HFO-1234yf an“, so Kramvis. „Honeywell erwägt zusätzlich den Bau eines Werkes in Europa. Das ist allerdings abhängig von der Nachfrage und den spezifischen Anforderungen dieses Marktes.“

Die Autohersteller nutzen HFO-1234yf unter anderem, um die Auflagen der richtungsweisenden europäischen MAC-Richtlinie einzuhalten, mit der die EU die Treibhausgasemissionen aus Klimaanlagen in PKWs und leichten Nutzfahrzeugen senken will. Nach der MAC-Richtlinie müssen Kältemittel in allen Fahrzeugmodellen mit neuer Typgenehmigung, die ab dem 1. Januar 2013 in Europa verkauft werden, ein GWP von unter 150 haben. Das GWP ist eine relative Kennziffer, die misst, wie viel Wärmeaustausch ein Treibhausgas in der Atmosphäre verhindert. Dabei dient Kohlendioxid mit einem GWP von eins als Vergleichsmaßstab. HFO-1234yf hat ein GWP von unter eins und ist damit noch umweltverträglicher als Kohlendioxid (einen Vergleich hierzu bietet die untenstehende Tabelle „Treibhauseffekt im Vergleich“). Nach 2017 müssen alle in Europa verkauften Neufahrzeuge den neuen GWP-Richtwert von unter 150 einhalten. Mit einem GWP von unter eins erfüllt HFO-1234yf diese Anforderung nicht nur, sondern liegt mehr als 99 Prozent unter dieser neuen, strengeren Vorgabe.

Auch in den USA verwenden Fahrzeughersteller HFO-1234yf, um die CAFE-Regelung sowie andere Standards für die Klimaverträglichkeit von Fahrzeugen zu erfüllen, mit denen Kraftfahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge im Durchschnitt sparsamer fahren und weniger Treibhausgase ausstoßen sollen. Fahrzeughersteller, die HFO-1234yf einsetzen, erhalten Pluspunkte von der US-Umweltbehörde EPA, weil HFO-1234yf sehr geringe Auswirkungen auf die Umwelt hat (GWP von unter eins gegenüber einem GWP von 1.300 beim derzeitigen Kältemittel HFC-134a).

Fast eine halbe Million derzeit in Betrieb befindlicher Fahrzeuge nutzen heute HFO-1234yf. Unabhängige Studien zeigen, dass ein global flächendeckender Einsatz von HFO-1234yf zum gegenwärtigen Zeitpunkt unter Treibhausgasaspekten 30 Millionen Autos bzw. etwa drei Prozent aller Fahrzeuge weltweit weniger auf den Straßen gleichkäme.

Honeywell hat 2013 bereits die Inbetriebnahme von HFO-1234yf-Verpackungsanlagen in Japan bekanntgegeben. Durch diese soll der asiatische Markt besser bedient werden.

HFO-1234yf eignet sich erwiesenermaßen in allen Regionen der Welt als effektives Kältemittel für Fahrzeuge, und Honeywell arbeitet weiter am Aufbau einer globalen Infrastruktur, um seine Kunden weltweit zu bedienen.

Weitere Informationen über HFO-1234y finden Sie unter www.1234facts.com.

Treibhauseffekt im Vergleich: HFO-1234yf vs. HFC-134a vs. CO2Kältemittel Verweildauer in der Atmosphäre Klimawirksamkeit (GWP) Kraftstoffeffizienz (gegenüber HFC-134a)
HFO-1234yf 10,5 Tage Weniger als 1 Gleich
HFC-134a 13,4 Jahre 1.300 Gleich
CO2 5 bis 200 Jahre 1 Schlechter (die Einführung von CO2 als Kältemittel würde allein in Europa zu einer Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs um drei Milliarden Liter führen; die Kosten für europäische Autofahrer würden vier Milliarden Euro betragen)

 

Honeywell Performance Materials and Technologies ist bei der Entwicklung und Herstellung von hochleistungsfähigen Materialien und Prozesstechnologien weltweit führend. Menschen in unterschiedlichsten Branchen nutzen diese Materialien und Technologien für verschiedenste Zwecke, von der Ölraffinierung über umweltfreundlichere Kältemittel bis hin zu kugelsicheren Schutzwesten. Unsere hochleistungsfähigen Materialien sind aus der Herstellung so unterschiedlicher Produkte wie etwa Nylon, Computerchips oder Medikamentenverpackungen nicht mehr wegzudenken. Die meisten Raffinerien der Welt verwenden die von unserer UOP-Sparte entwickelten Prozesstechnologien, um Benzin, Diesel, Flugzeugkraftstoffe und petrochemische Produkte effizient herzustellen. UOP setzte heute mit Technologien, anhand derer aus erneuerbaren Energien echte Kraftstoffe produziert werden können, neue Branchenstandards.

Honeywell (www.honeywell.com) ist ein diversifizierter Fortune 100-Konzern und beliefert seine Kunden weltweit mit Produkten und Dienstleistungen für die Luftfahrt, Steuerungstechnologien für öffentliche, gewerbliche und private Gebäude, Turboladern sowie Performance Materialien. Das in Morris Township, N.J., ansässige Unternehmen ist an der New Yorker, Londoner und Chicagoer Börse gelistet. Weitere Informationen über Honeywell finden Sie auf www.honeywellnow.com.

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